SCHULE FRIEDL KUBELKA Fotoschule





SCHULE FRIEDL KUBELKA FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, WIEN

Das Studienjahr 2013/14 an der SCHULE FRIEDL KUBELKA FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, WIEN beginnt am 10. Oktober 2013 und endet am 28. Mai 2014. Grundsätzlich ist die Schule allen Alters- und Berufsgruppen zugänglich (Mindestalter 18 Jahre). Die Aufnahme erfolgt nach einem persönlichen Gespräch. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

Die SCHULE FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, WIEN wurde 1990 von Friedl Kubelka gegründet und wird seit 2010 von Anja Manfredi geleitet. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Photographie aus den unterschiedlichsten Perspektiven stellt das Kernstück der Schule dar. Das Konzept der Schule konfrontiert die Studierenden in jedem Schuljahr mit verschiedenen KünstlerInnen und TheoretikerInnen, um diverse Zugänge zu eröffnen. Der Unterricht findet in Form von acht Workshops, einer Vortragsreihe, Gastvorträgen von KunsthistorikerInnen und KünstlerInnen sowie praktischer Arbeit statt. Die Vorträge der SCHULE FÜR UNABHÄNGIGEN FILM, WIEN, die in denselben Räumlichkeiten stattfinden, können kostenlos besucht werden.

Wir werden uns dem Medium der Photographie theoretisch wie praxisbezogen annähern. Dies bedeutet, dass wir uns mit der Theorie und Geschichte der Photographie auseinandersetzen, aber auch in der Dunkelkammer Filme bzw. Bilder entwickeln und vergrößern werden. Die notwendige technische Qualifikation kann durch einen Tutor erworben werden. Das eigene Œuvre aufzubauen, indem bestimmte Interessen, Haltungen und Motive herausgearbeitet werden, ist die Zielsetzung für dieses Jahr. Anja Manfredi





Der Unterricht wird aus folgenden Elementen bestehen:

Vortragsreihe:

RUTH HORAK
FOTOGRAFIE, THEORIE, BILD

„Wenn man sich lange genug mit Fotografie und Fotografien beschäftigt hat, geht man dazu über, sich immer grundsätzlichere Fragen zu stellen. Man versucht weiter in die Fotografie vorzudringen, sie buchstäblich zu nehmen oder metaphorisch zu denken und ihre Eigenschaften aus anderen Blickwinkeln zu betrachten, weil man daran zweifelt, dass man die Fotografie schon ganz begriffen hat. Gleichzeitig hat man den Kunstjargon, mit dem über Bilder geschrieben wird, satt, schaut lieber Filme – ‚Les Carabiniers‘ oder ‚The Proof‘ –, liest Robbe-Grillet und Science-Fiction-Romane aus den 70ern. Die können auch eine Fototheorie schreiben. Weniger umständlich freilich. Blickt man dann wieder zurück auf die Bilder, scheint man sie besser verstehen zu können.“

RUTH HORAK: Geboren 1972, lebt und arbeitet bei Wien. Auf der Suche nach anderen Fototheorien hat sie bisher zwei Reader (mit)herausgegeben: Rethinking Photography (Fotohof edition) und image:/images (Passagen Verlag), ein dritter ist in Arbeit. Sie arbeitet als Kuratorin, Autorin und Lehrbeauftragte über zeitgenössische Kunst und Fotografie mit den Schwerpunkten: Grenzbereich Fotografie/Kunst/Film – Appropriation, Konzeptuelle Strategien und Abstraktion in der Fotografie. Ausstellungen 2012/13: Die Biografie der Bilder aus der österreichischen Fotosammlung des Bundes (Graz - Leipzig - Vancouver); Lehrauftrag 2011/12: Angewandte VO „Was ist Fotografie?“, Veröffentlichungen 2013 in Photos (21er Haus) und über Liz Deschenes (Secession), Sissa Micheli (Eikon), Hubert Blanz (Foto-Raum)




Workshops:

ANJA MANFREDI
ERINNERUNGSRÄUME – 10. bis 13.10. 2013

„Bilder dienen als Speicher für Erinnerungen und sind so etwas wie ein externes Gedächtnis. Materiell gesehen altern Bilder nicht, wohl aber verändert sich der jeweilige Blick durch Entwicklungen, die unsere Gesellschaft erlebt. Die Arbeit mit historischem Bildmaterial hat also viel damit zu tun, Geschichten erneut sichtbar zu machen und anders zu perspektivieren. Wie es keine Körper ohne Bedeutung gibt, so gibt es auch keine Bilder ohne Bedeutung. Jedes Bild hat eine Biografie, wie jedes Objekt eine Biografie hat. Jahrelang können Formen oder Inhalte ‚schlafen‘, um dann wieder in neuer Gestalt aufzutauchen, dies werden wir im Workshop untersuchen.“

ANJA MANFREDI Geboren 1978 in Lienz, lebt und arbeitet in Wien. Schule für künstlerische Photographie Wien, Leitung Friedl Kubelka; Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Eva Schlegel; 2004–2010 Mitglied im Kollektiv der Fotogalerie Wien; seit 2010 Leitung der Schule Friedl Kubelka für künstlerische Photographie; Theodor Körner Preis, Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Landes Tirol, Auslandsstipendien des BMUKK: Paris, Rom und New York City.
Ihre Arbeiten waren u.a. zuletzt in den Einzelausstellungen RLB Atelier Lienz (2013), Museum der Moderne Rupertinum, Salzburg (2012), Ve.Sch, Wien (2010) und Ausstellungsbeteiligungen Fotohof Salzburg (2013, 2011), ff-Temporäre Autonome Zone, Galerie Lisa Ruyter, Wien (2012), Museum der Moderne Salzburg (2012, 2011), Predicting Memories, Ehemaliges Telegrafenamt Wien (2012) zu sehen.




HANS SCHABUS
WIR – 21. bis 24.11. 2013

„werden uns kennenlernen, werden uns vielfältig besprechen, werden uns gegenseitig Bilder und andere Dinge zeigen, werden wandernd Zwischenräume begreifen, werden hungrig sein, werden essen und trinken, werden vielleicht sogar fotografieren, werden immer wieder auch überlegen was wir da so machen, werden auf die Uhr schauen, werden uns auch verabreden, werden Musik hören, werden den Blick und das Sehen schärfen, werden irgendwann einmal kalt haben, werden dann einheizen und werden versuchen zu verstehen was wir sehen werden.“

HANS SCHABUS: 1970 geboren in Watschig, Österreich. Akademie der Bildenden Künste Wien, lebt und arbeitet in Wien. Einzelausstellungen (Auswahl): 2012 Vertikale Anstrengung 21er Haus, Wien, Let’s call it Heimat Simon Preston Gallery, New York, Daily Mirror One World Foundation, Ahungalla, Arbeiterstrandbad Kerstin Engholm Galerie, Wien; 2011 Remains of the Day Collective Gallery, Edinburgh, Space of Conflict Culturgest, Lissabon, Mamma Mia Base, Florenz, Nichts geht mehr Institut d’Art Contemporain, Villeurbanne; 2010 Lungomare, Etico_F, Museo Riso Castello Bastione, Capo D’Orlando, Sizilien, Wohin und Zurück?Galerie Jocelyn Wolff, Paris, Die Rocky Horror Hansi Show Clubblumen, Wien; 2009 17. Juni 2009 Futureland Center, Port of Rotterdam, Is it the River Zero, Mailand; 2005 Das letzte Land Biennale di Venezia, Österreichischer Pavillon, Venedig.





ROBERTA LIMA
THE CAMERA AS CO-WORKER: THE PERFORMATIVE ROLE OF MEDIA –
12. bis 15.12. 2013

„Artworks create a dynamic relationship between space and people. This relationship is directly connected to the media. Throughout the years, artists have not only used the camera to communicate ideas, but have given the apparatus an important role in the performative process. This workshop introduces the historical background of the media in the Performative Arts and enquires on its role –supported by theories, such as from Martina Löw and Philip Auslander. For instance, it is crucial to look the process of photography in all its steps – from setting the equipment, making the light, preparing the scenario, placing the camera on the tripod, framing the subject/object, and finally releasing the shutter – in order to identify the relationships and ideas that arise from it.“
(Unterricht in englischer und deutscher Sprache)

After graduating with a degree in architecture in 2001, ROBERTA LIMA moved to Vienna where she now lives and works. In 2007 she earned a Master’s degree in Fine Arts and in 2013 her PhD in Philosophy at the Academy of Fine Arts Vienna. Roberta focuses on her own body as theme for her work and uses various media, such as photographs, video and installations. Additionally she investigates space and appropriates aspects of different places and contexts – from subculture to science, from popular media to historical reference and feminist theory – for producing art and starting discussions on the role of artist and viewer. Exhibitions (selected): 2013 Steel and Freedom (Otto Zoo, Milan) 2012 Aesthetics of Risk (Charim Galerie, Vienna); Displacement (White Box, New York); 2011 Wiener Glut (KIT, Düsseldorf); 2010 where do we go from here? (Secession, Vienna); Website: http://www.robertalima.com




MARIA ZIEGELBÖCK
about cheery niches in applied photography – 23. bis 26.1. 2014

"image improvisationen, praktische übung"

MARIA ZIEGELBÖCK ist Fotografin für Porträt und Mode, arbeitet speziell an der Schnittstelle
der beiden Genres. Sie fotografiert für Magazine und Zeitungen wie 10 Magazine, Another, Art Review, Le Monde, Neon uvm., langjährige Kooperationen mit der Künstlergruppe Gelatin und dem Modedesigner Bernhard Willhelm; aktuell hängt ihre 9. Kampagne für das MuseumsQuartier in Wien.




WALTER NIEDERMAYR
ZUR SICHTBARMACHUNG DES RAUMES ÜBER BILDER – 20. bis 23.2. 2014

„Einen Raum mit Sinnen erleben löst im Menschen ein Empfinden und eine Gestimmtheit aus, die je nach individueller Aufnahmefähigkeit von Person zu Person variiert und dadurch verschiedene atmosphärische Gefühle erzeugen kann. Sehen ist somit für den Menschen ein den ganzen Körper erfassender Akt. Im Laufe des Workshops werden sich die TeilnehmerInnen mit diesen Ansätzen auseinandersetzen, um ihren persönlichen Blick weiterzuentwickeln.“

WALTER NIEDERMAYR: Seit 1985 arbeitet er an Projekten, in denen er den Raum als von Menschen besetzte und gestaltete Realität untersucht wie auch ephemere Bezüge von Raumatmosphäre und Raumwahrnehmung. Alpine Regionen und urbane Orte, Architekturen und Industrien wie auch Gefängnisse und Krankenhäuser sind kontinuierliche Themen seiner Auseinandersetzungen. Anschaulich wird das in seinen Werkgruppen Alpine Landschaften seit 1987, Raumfolgen seit 1991, Rohbauten seit 1997, Artefakte seit 1992, Bildraum seit 2001, bei der letzteren geht es um das Sichtbarmachen von Raum und Raumatmosphären. Zwischen 2005 und 2008 sind die Bildserien Iran entstanden, ab 2009 The Aspen Series. Seit 2011 Dozent für künstlerische Fotografie an der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen.




BERNHARD FUCHS
DAS FOTOBUCH – 20. bis 23.3. 2014

„Eine Verbreitung von Fotografie in seinem traditionellen Format fand bisher in Form von Büchern statt. Das Buch bietet daher neben der Ausstellung seine eigene Form der Präsentation von fotografischen Arbeiten. Der Workshop soll sich vor allem mit der Entwicklung und den gestalterischen Möglichkeiten des Fotobuches anhand von Beispielen beschäftigen. Jeder ist auch dazu eingeladen, ein bis drei seiner eigenen Lieblingsfotobücher mitzubringen. Im Laufe des Workshops soll jede_r Teilnehmer_in eine Idee bis zu einem kleinen Dummy seiner bisherigen Arbeiten entwickeln, sei es als angedachte Buchform oder als Heft.“

BERNHARD FUCHS: geboren 1971 in Haslach a.d. Mühl (Oberösterreich), Ausbildung in Düsseldorf bei Prof. Bernd Becher und in Leipzig, arbeitet und lebt in Düsseldorf; zahlreiche Einzelausstellungen. bisherige Publikationen: Portraits (Fotohof Edition, Salzburg, 2003), Autos (Koenig Books, London, 2006), Straßen und Wege (Koenig Books, London, 2009), Höfe (Koenig Books, London, 2011)




FLORIAN PUMHÖSL
Bela Kolarova: Arbeiten im Raum der Fotografie – 15. bis 18.5. 2014

„In meinem Workshop wird es ausschließlich um ein einziges Œuvre gehen – das der tschechischen Künstlerin Bela Kolarova (1923–2010). Wir werden in dem Workshop ihre Biografie und ihr Werk kennenlernen und es inhaltlich, historisch, aber auch technisch analysieren.“

FLORIAN PUMHÖSL: 1971 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Wien. Ausstellungen unter anderem: Raven Row, London (mit Mathias Poledna); 678, MUMOK Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Wien (2011); Florian Pumhösl, Krobath, Wien (2011); Diminution, Galerie Daniel Buchholz, Berlin (2010); Bewegliche Bühne, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (2010); Florian Pumhösl, Lisson Gallery, London (2008); Florian Pumhösl, Galerie Daniel Buchholz, Köln (2007); documenta 12, Kassel (2007); 27. Biennale von São Paulo, São Paulo (2006); Florian Pumhösl. Animated Map, Neue Kunst Halle St. Gallen, St. Gallen (2005–2006); Florian Pumhösl, House of Art, Ceské Budejovice (2005).



Fakultative Exkursion nach Berlin
U. a. Studio Visit bei Karina Nimmerfall, Stefanie Seufert, Antje Majewski,
Heiner Franzen, Sylvia Henrich;





Gastvortragende:

SUSANNE NEUBURGER
„Die wechselseitige Annäherung von Kunst und Mode ist heute zu einem angesagten Crossover verschmolzen. Reflecting Fashion stellte diese vielfältigen Verflechtungen von Kunst und Mode von der Moderne bis zur Gegenwart anhand der Werken von Giacomo Balla, Sonia Delaunay, Joseph Beuys, Andy Warhol, Yayoi Kusama, Cindy Sherman, Stephen Willats und vielen anderen vor.“

SUSANNE NEUBURGER ist Kunsthistorikerin und Kuratorin, seit 1983 am Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. Ausstellungen, Projekte und Texte zur zeitgenössischen Kunst und Kultur, wie Topographie, Wien 1991, Das doppelte Kleid, Schloss Ottenstein 1996, KunstViertel Niederösterreich. Ein Wegweiser zu zeitgenössischen Kunstprojekten im öffentlichen Raum, Wien (Falter Verlag) 2001, Position: Rumänien (mit Lia und Dan Perjovschi), Wien 2002, Nach Kippenberger (mit Eva Meyer-Hermann), Wien 2003, Kurze Karrieren (mit Hedwig Saxenhuber), Wien 2004, Nouveau Réalisme, Wien 2005, Konzept, Aktion, Sprache (mit Achim Hochdörfer), Wien 2006, Bad Painting (mit Eva Badura-Triska), Wien 2008, Nam June Paik. Music for All Senses, Wien 2009, The Moderns. Revolutions in Art and Science 1890–1930 (mit Cathrin Pichler und Martin Guttmann), Wien 2010, Hyper Real, Wien 2010, Reflecting Fashion. Kunst und Mode seit der Moderne (mit Barbara Rüdiger), Wien 2012.




WALTER MOSER
The Stills move the movies

Zu einem Verhältnis von Fotografie und Film anhand von Film-Stills

WALTER MOSER, Fotohistoriker. Studium der Kunstgeschichte in Wien und Rom. Bis 2007 freier Mitarbeiter des Wien Museums. Von 2008 bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fotosammlung des Österreichischen Filmmuseums. Seit 2011 Leiter der Fotosammlung der Albertina in Wien.




KünstlerInnen präsentieren ihre Arbeiten:

JULIAN FERITSCH
„Wenn man das schon nicht tragen kann, dann zeig ich euch zumindest ein Bild davon. In meinem Beitrag geht es also um Skulptur und Fotografie, und dabei wollen wir jetzt nicht klären, was das eine oder das andere ist, sondern eher, wie das in einem funktioniert. Sitzt ein Motiv eigentlich auf oder in dem Foto oder später dann gar das Foto auf dem Motiv? Und überhaupt: Wenn man jetzt das Foto um eine Ecke hängt, habe ich dann eine Skulptur?“

JULIAN FERITSCH hat an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Heimo Zobernig studiert. Ausstellungen (Auswahl): Elephant Art Space, Los Angeles, Cartoon Kunstforum, München, KIT – Kunst im Tunnel, Düsseldorf, Museum Théo Kerg, Schriesheim, atelierfrankfurt, Frankfurt/Main, Ve.Sch Verein für Raum und Form in der bildenden Kunst, Wien, Galerie Fotohof, Salzburg.




KERSTIN VON GABAIN
„Although the documentary gaze has always been an integral part of my practice I am currently interested in a more subjective and staged kind of photography.“

KERSTIN VON GABAIN, born 1979 in Palo Alto, CA, lives and works in Vienna. 1998–2003 Academy of Fine Arts Vienna. Grants and Scholarships: 2012, Artist in Residence, Changdong Studios (National Museum of Contemporary Art, Korea), 2011, Residency in Tokyo funded by BMUKK, 2010 Austrian State Scholarship for Fine Art Photography funded by BMUKK, 2009 Residency in Beijing funded by
BMUKK. Solo Exhibitions (Selection): 2013, MAK Gallery, Vienna, 2012, Solo presentation, Gabriele Senn Galerie, abc - art berlin contemporary, Berlin, 2012;




ANA HOFFNER
„Das künstlerische Feld wird von Ana Hoffner als Ort der Wissensproduktion verstanden. Ihre* performative künstlerisch-wissenschaftliche Praxis stellt sowohl die Produktion als auch die Präsentation, die Methoden der Forschung wie auch die Vermittlung von Forschungsergebnissen kontinuierlich in Frage. Um das Verhältnis zum Publikum, zu den Betrachter_innen oder zur Leserschaft immer wieder aufs Neue auszuloten, werden Performance, Video, Fotografie, Installation und Text unterschiedlich eingesetzt. Körper, Geschlechtlichkeit, Sexualität, Ethnizität, Migration und Technologie werden durch Analyse, Positioniertheit und Embodyment dekonstruiert und im visuellen Feld neu kontextualisiert. Dabei strukturieren vor allem Reenactment und Lecture Performance die kritische Betrachtung der Arbeiten von Raša Todosijevi?, Bruce Nauman, Bas Jan Ader, Xavier Le Roy, Šejla Kameri? und vielen anderen.“
Bild: „Nach der Transformation“, Videoinstallation, 2013, Foto: Yasmina Haddad

ANA HOFNER: Geboren 1980 in Jugoslawien, Künstler_in, Kulturwissenschaftler_in, Performer_in und Mentor_in, forscht und lehrt in den Bereichen Performance Theorie, Queer Studies und (Post)Colonial Studies. 2012: History Lessons MUMOK Kino Wien; Wisdom of shadow 4th Sinop International Biennial Sinop; PANic 7 – Performance and Video mediaOpera Rinderhalle Wien; Critical Voices Platform 3 München und Künstlerhaus Stuttgart; Survivability, formed and framed Ve.sch Wien; 2011: Performancenite Viennafair Wien; 2010: where do we go from here Secession Wien; „
performIC Künstlerhaus Büchsenhausen Innsbruck; This is not walking, it’s a getaway PM Galerija Zagreb; Mit uns ist kein (National)Staat zu machen Kunstraum Niederösterreich Wien; City of women Kinodvor Ljubljana; 2009: Performing the East Salzburger Kunstverein. Lebt und arbeitet in Wien.




FRIEDL KUBELKA
„In diesem Jahr werde ich anhand einiger Originalarbeiten über meine Entwicklung als Photographin und als Filmemacherin sprechen. Fallweise werde ich an Mappenschauen teilnehmen.“

FRIEDL KUBELKA: Geboren 1946 in London, Kindheit in Wien und Berlin. Lebt und arbeitet in Wien. 1965–1969 Grafische Lehr- und Versuchsanstalt, Fotografie.1971 Meisterprüfung und kommerzielles Fotoatelier. 2005 Österreichischer Staatspreis für Fotografie. 1990 Gründung und Leitung der Schule für Künstlerische Photographie, Wien (bis 2010). 2006 Gründung und Leitung der Schule für Unabhängigen Film, Wien. Erste Filme 1968, Filmaufführungen u. a. Generali Foundation, Wien, Anthology Filmarchives, N.Y., documenta 12, Österreichisches Filmmuseum, Toronto Filmfestival (2009, 2010), Hong-Kong-Filmfestival (2010, 2011), Diagonale (2009, 2010, 2011), Berlin Biennale 2010, Retrospektive MEDIA-CITY, Kanada 2010. Einzelausstellungen u. a. Lentos Kunstmuseum Linz.





WERNER KALIGOFSKY

„Werner Kaligofsky geht es in seinen subtilen und insistierenden fotografischen Untersuchungen um eine Demontage und gleichzeitige Rekonstruktion von Geschichte, die über Bilder funktioniert. Einerseits dienen ihm dazu gezielt ausgewählte fotografische oder filmische Bilder als Material, das er in verschiedenen Schritten aufbereitet, um einer verborgenen, fallweise auch unbewussten Politik dieser Bildregien auf die Spur zu kommen. Zum anderen bearbeitet Kaligofsky Fakten, historisches Material, für das er die Bilder wie z. B. Fotos von bestimmten Straßen in einer Stadt erst einmal selbst herstellt, um an diesen vorzuführen, dass sie ohne das Wissen um den Kontext, in dem er sie hier versammelt hat, aussagelos blieben.“ (Silvia Eiblmayr/Rainer Iglar/Michael Mauracher, 2004)

WERNER KALIGOFSKY: Geboren 1957, lebt in New York und Wien. Grafische Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt, Wien. Akademie der bildenden Künste, Wien. Einzelausstellungen: Galerie Grita Insam, Wien; Galerie im Taxispalais, Innsbruck; Galerie Fotohof, Salzburg. Gruppenausstellungen (Auswahl): Museum des 20. Jahrhunderts, Wien; Wiener Secession, Generali Foundation, Wien; Instituto Cultural Cabañas Guadalajara, Guadaljara; Galerie Clemens Gasser und Tanja Grunert, Köln; Galerie für zeitgenössische Kunst, Leipzig; Camera Austria ¬– Kunsthaus Graz; Wien Museum; Liverpool Biennial, Tate Gallery Liverpool; MUMOK, Wien; Kunsthalle Exnergasse, Wien; carriage trade, New York; 21er Haus, Wien, sowie Projekte im öffentlichen Raum.




URSULA MAYER
London-based artist URSULA MAYER works predominantly in film. In her most recent body of work she dismantles elements of cinematic narrative, by challenging the cinematic convention of temporal linearity and questioning the production of imagery.

She received her MA from Goldsmiths College in 2005 in London and was awarded the Otto Mauer Preis in 2007. Her films have been presented at international Film festivals including Locarno, Oberhausen and Rotterdam. Recent presentations of her work include: 11th Baltic Triennial at CAC Vilnius, Vilnius; LUX/ICA Biennial of Moving Images; ICA; Performa11, New York; Prospectif Cinema, Centre Pompidou, Paris; Kunstverein Hamburg; ICA, London; Whitechapel Gallery, London; SculptureCentre, New York; Transmission Gallery, Glasgow; Bonnier Kunsthalle, Stockholm; MoMA PS1, New York; Stoschek Foundation, Düsseldorf; Garage, Moscow; Swiss Institute, New York; Kunsthalle Basel; EAST International, Norwich; 2nd Athens Biennial; 4thTirana Art Biennial





PROJEKTBETREUUNG Künstlerische Photographie:

ANJA MANFREDI
„Wir werden uns regelmäßig zu Mappenschauen treffen, um mithilfe reger Kommunikation Austausch aufzubauen. Eine ‚Mappenschau‘: Nachdenken und Beurteilen fremder Arbeiten vor einer kleinen Öffentlichkeit stellt für jede(n) Einzelne(n) eine große Herausforderung dar. Lob und Kritik zu üben ist eines der besten Mittel, die eigene Gedankenwelt anzuwenden und zu überprüfen. Und jede(r) steht mit ihren, seinen Arbeiten im Mittelpunkt des Interesses. (Zitat: Friedl Kubelka).
Darüber hinaus ist es möglich, mit mir Einzelgespräche zu führen. Weiters angedacht: Besuche von KünstlerInnenateliers und Ausstellungen in verschiedenen Kunsträumen. Zur Einsicht in künstlerische Prozesse, Produktionsbedingungen und zur Reflektion über die Rolle/Figur des Rezipienten. Am Ende des Schuljahres könnte eine Ausstellung gemeinsam realisiert werden.“




KÄTHE HAGER VON STROBELE
„Angeregt durch Präsentationsformen zeitgenössischer KünstlerInnen, die sich in offenen Werkzusammenhängen präsentieren und sich dabei eklektizistische Stile und Praxen des Zeigens aus aktuellen Diskursen aneignen, interessiert mich die Frage nach der Vergleichbarkeit dieser künstlerischen (Selbst-)Inszenierungsformen mit gegenwärtigen Phänomenen des Alltags. In kleinen Exkursionen und Forschungsseminaren zu ausgewählten Themen soll die Wahrnehmung für solche räumlichen Setzungen und Erscheinungsformen sensibilisiert werden. Die Kombination aus Theorie und Recherche verstehe ich als wichtigen Teil einer künstlerischen Konzepterstellung, der sich in späterer Folge qualitativ auf die Ausarbeitung einer künstlerischen Arbeit, eines bestimmten Sujets, auswirken wird. Die Begleitung von Studierenden in der Umsetzung ihrer Projekte sowie die Vermittlung und kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Kunstfeld (Feldforschung) stehen hierbei im Zentrum.“

KÄTHE HAGER VON STROBELE studierte Kunst und Fotografie an der Akademie der bildenden Künste Wien und Philosophie an der Universität Wien und absolvierte einen postgradualen Lehrgang zu Educating, Curating, Managing an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Auslandsstipendien in Paris, Mailand und Rabat. Universitätsassistentin an der Abteilung textil.kunst.design (2010–2012), Kunstuniversität Linz. Seit 2013 Senior Lecturer und PhD-Kandidatin an der Abteilung textil.kunst.design, Kunstuniversität Linz. Ausstellungen (Auswahl): Das Schloss, The Castle mit Ernst Koslitsch, Galerie Raum mit Licht Wien (2012), Aufputz, Le Cube-Independent art Room, Rabat-Marokko (2011), Left over, Galerie Foto-Forum, Bozen-Italien (2010).




Einführung in die Dunkelkammer und in analoge und digitale Kamerasysteme und Aufnahmetechniken mit MARTIN BILINOVAC.

Schwerpunkt des Einführungskurses ist das Erlernen der Schwarzweiß- und Fotografie. Darüber hinaus wird es auch eine Allgemeine Einführung in die Aufnahmetechniken der Fotografie geben.

MARTIN BILINOVAC: 1981 in Graz geboren, lebt und arbeitet in Wien und Linz, Ausbildung bei Prof. Gabriele Rothemann in Wien und Prof. Daniele Buetti in Münster.
Seit 2010 Lehrbeauftragter für Fotografie an der Kunstuniversität Linz, Institut für
Bildende Kunst und Kulturwissenschaften.
Ausstellungen unter anderem: 2011 Solo II Exposure, Fotogalerie Wien,
Solo - Martin Bilinovac, Fotoforum West Innsbruck, 2010: Im Inneren der Stadt, Magazin Vienna
2008: Innen und Außen, Universität für angewandte Kunst,Wien, 2007: Kausal, Museum auf Abruf: Startgalerie, Wien , 2006: Cubicles, ...to be continued, Wien






ZEITEINTEILUNG

– Workshops: Do 19–21 Uhr, Fr, Sa, So jeweils sechs Stunden
– Mittwochsunterricht: Vorträge, Mappenschauen – 3 Mal monatlich 19–21 Uhr
– Ateliertag: nach Vereinbarung – jeden Montag von 10–17 Uhr
Nutzung der Dunkelkammer und der Bibliothek in der Schule
– Einzelgespräche: nach Vereinbarung
– Projektbetreuung Künstlerische Photographie: nach Vereinbarung



Haaans, 2008/2009
HANS SCHABUS: Haaans, 2008/2009

Rhônegletscher 2, 2004
WALTER NIEDERMAYR: Rhônegletscher 2, 2004

Displacement - Performance, 2012
ROBERTA LIMA: Displacement - Performance, 2012

Titelseiten, König Books London, 09
BERNHARD FUCHS: Titelseiten, König Books London, 09


FLORIAN PUMHÖSL 


URSULA MAYER 


URSULA MAYER 

6 Verbrecher, 2013
KERSTIN VON GABAIN: 6 Verbrecher, 2013

Nach der Transformation, 2013
ANA HOFFNER: Nach der Transformation, 2013

Cover: „Reflecting Fashion“, 2012
SUSANNE NEUBURGER: Cover: „Reflecting Fashion“, 2012

Kleidungsraum, 2008
KÄTHE HAGER VON STROBELE: Kleidungsraum, 2008

Photographische Posevorrichtung, 10
ANJA MANFREDI: Photographische Posevorrichtung, 10

Eine Geste wird belichtet, 2011
ANJA MANFREDI: Eine Geste wird belichtet, 2011


JULIAN FERITSCH 

Spiegel II 2013
MARTIN BILINOVAC: Spiegel II 2013

Das Licht auf den Leser richten,99
WERNER KALIGOFSKY, L'écran: aus: Das Licht auf den Leser richten,99

aus: Jahresportraits bis heute
FRIEDL KUBELKA : aus: Jahresportraits bis heute


MARIA ZIEGELBÖCK 


MARIA ZIEGELBÖCK 


MARIA ZIEGELBÖCK