SCHULE FRIEDL KUBELKA Fotoschule

PROGRAMM

Informationsabende: 20. Juni 2016 und 27. September 2016, jeweils 19 Uhr

Das Studienjahr 2016/17 an der SCHULE FRIEDL KUBELKA FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, WIEN, beginnt am 6. Oktober 2016 und endet am 31. Mai 2017. Die Schule ist allen Alters- und Berufsgruppen zugänglich (Mindestalter 18 Jahre). Die Aufnahme erfolgt nach einem persönlichen Gespräch. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

Die SCHULE FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, WIEN, wurde 1990 von Friedl Kubelka gegründet und wird seit 2010 von Anja Manfredi geleitet. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Photographie aus den unterschiedlichsten Perspektiven stellt das Kernstück der Schule dar. Das Konzept der Schule ist es, die Studierenden in jedem Jahr mit einer Vielzahl von Künstler_innen und Theoretiker_innen zu konfrontieren, die aus ihrer eigenen Sichtweise heraus lehren. Der Unterricht findet in Form von acht Workshops, wöchentlichen Vortragsabenden, Mappenschauen, Einzelgesprächen, einer Exkursionsreihe sowie einer Einführung in die Laborarbeit statt. Die Vorträge der SCHULE FÜR UNABHÄNGIGEN FILM, WIEN, die in denselben Räumlichkeiten stattfinden, können kostenlos besucht werden.

Wir werden uns dem Medium der Photographie theoretisch wie praxisbezogen annähern. Dies bedeutet, dass wir uns mit der Theorie und Geschichte der Photographie auseinandersetzen, aber auch in der Dunkelkammer Filme bzw. Bilder entwickeln und vergrößern werden. Das eigene „Œuvre“ aufzubauen, indem bestimmte Interessen, Haltungen und Motive herausgearbeitet werden, ist die Zielsetzung für dieses Jahr. Anja Manfredi




Der Unterricht wird aus folgenden Elementen bestehen:

3 Vortragsreihen:

MONIKA FABER
Einblicke in die Fotogeschichte

Einblicke in die Fotogeschichte anhand von Originalen im Photoinstitut Bonartes
bonartes.org




RUTH HORAK
Fotografien über Fotografie

„Immer schon haben mich Fotografien fasziniert, die über Fotografie sind. Eindringlich und anschaulich reflektieren sie die Voraussetzungen und Werkzeuge, die die Fotografie ausmachen. Tatsächlich lässt sich von den 1960er-Jahren bis heute (und verstärkt in den letzten Jahren, seit die Materialien der analogen Fotografie sukzessive verschwinden) eine ununterbrochene Linie an medienreflexiven Fotografien ziehen, die wie eine Inventur der Fotografie gelesen werden kann: Wie sehen die Apparate aus, wie die Studios, die Hohlkehlen, Graukarte, Farbkeile, Zeitschaltuhren, wie die Filme, die Dunkelkammern, die Silbersalze, die Entwicklerbäder, die Belichtungsmaschinen, die digitalen Oberflächen, die Scanner, die Screens, die Bildsensoren? Wie sehen die Prints aus, die Papiere, Formate, die Bildränder, der Ausschnitt, die Mitte des Bildes und seine Rückseite? Wie verhält sich das Abbild zum Original, was passiert mit der Zeit, wo beginnt eine Fotografie und wo endet sie? Die Vorlesung wird sich um Spezifika der Fotografie drehen, die selbst Motive geworden sind, konzeptuelle Fotografien, in welchen das Regelwerk der Fotografie inszeniert wird.“

RUTH HORAK, * 1972, lebt und arbeitet bei Wien. Sie arbeitet als Autorin, Kuratorin und Lehrbeauftragte über zeitgenössische Kunst und Fotografie mit den Schwerpunkten Konzeptuelle Strategien und Medienreflexivität, Aneignung und Auslagerung als künstlerische Praxis, Medienutopien in Science-Fiction-Romanen der 1970er Jahre sowie Abstraktionstendenzen in der Fotografie. Ausstellungen: Die Biografie der Bilder aus der österreichischen Fotosammlung des Bundes (Graz, Leipzig, Vancouver); Veröffentlichungen, zuletzt z. B. in Photos (21er Haus), über Michael Mauracher (Fotogalerie Wien) oder „Eine Hommage an das Analoge“ (Eikon #88); Vorträge, z. B. über das Punctum des Analogen im KV Salzburg. Mitherausgeberin von zwei Readern zur Fotografie: Rethinking Photography (Fotohof edition) und image:/images (Passagen Verlag).




MAREN LÜBBKE-TIDOW
Körper

„Seit Mitte der 1960er-Jahre sind Künstlerinnen in Europa und den USA in ihren Arbeiten der Frage nach Eigen- und Neudefinitionen insbesondere des weiblichen Körpers nachgegangen. In den 1980er-Jahren sind diese Versuche oft als essentialistisch, naiv oder narzissistisch abgewertet worden. Stattdessen wurden Körperdarstellungen vermieden bzw. dekonstruierende, konzeptuelle Arbeiten bevorzugt. Die Thematisierung insbesondere des weiblichen Körpers, oftmals verbunden damit, ihn von seinem Objektstatus zu „befreien“ und ihn als Subjekt zu behaupten, zieht sich bis heute weiter durch – dennoch scheinen viele Bewegungen in diese Richtung abgebrochen oder unterbrochen und tauchen nur noch vereinzelt auf. Sie haben zu wenig Sichtbarkeit im Feld der Kunst. Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man sogar behaupten, dass sich die gegenwärtige Kunst der Körper weitgehend entledigt hat.
In der Vorlesung möchte ich anhand von Beispielen versuchen, die Geschichte der (Selbst-)Darstellung des weiblichen Körpers in der Kunst anhand von Beispielen aufzuzeigen. Weiters wird es darum gehen zu zeigen, wie sich dieses Themenfeld vor dem Hintergrund eines differenzierteren Debattenbezugs aller vordergründigen Betrachtung zum Trotz konstant weiter geöffnet hat und wie Künstler_innen heute den Körper in das Werk einbringen. Sie sollen in der Vorlesung Sichtbarkeit erhalten.“

MAREN LÜBBKE-TIDOW ist Autorin und Kuratorin und lebt in Berlin. Seit 1997 ist sie dem Projekt Camera Austria als Redakteurin, Autorin und Kuratorin verbunden, von 2011 bis 2013 als Chefredakteurin der Zeitschrift Camera Austria International. Neben zahlreichen Gruppenausstellungen – etwa zu neuen konzeptuellen Strategien (2007/09), zum Thema Virtuosität resp. Experiment im fotografischen Bild (2010), zum Begriff der Gemeinschaftlichkeit (2011/12) sowie zur Konkretion des Politischen in der Kunst (2012/13, alle gemeinsam mit Reinhard Braun) – hat sie Einzelausstellungen mit Wolfgang Tillmans (2007), Annette Kelm (2008), Artur Zmijewski (2009), Peggy Buth (2010), Tobias Zielony (2011), Michael Schmidt (2012), Stefanie Seufert und Stefan Panhans (2013), Erik van der Weijde (2014), Sven Johne (2015) und Friedl Kubelka (2016) realisiert. Ihre Textbücher „Erik van der Weijde: Gebilde“ (2014) und „Friedl Kubelka: Atelier d'Expression (Dakar) (2016) sind in der Edition Camera Austria erschienen. Sie unterrichtet an der Berliner Technischen Kunsthochschule im Fachbereich Fotografie.




8 Workshops:

ANJA MANFREDI
Geste
6. 10.–9. 10. 2016

„In einer Geste drückt sich ein Gedanke als eine ‚Mitteilung einer Mittelbarkeit‘ (Agamben) aus; sie fungiert als die Meta-Kommunikation unserer ‚kulturellen Umgebung‘ (Flusser) par excellence. Im Workshop möchte ich einige Überlegungen zur Geste vorstellen und eine Begriffsdefinition über und durch das Medium der analogen Photographie vornehmen.“

ANJA MANFREDI lebt und arbeitet in Wien. Studium an der Schule für künstlerische Photographie bei Friedl Kubelka (1998/99) und an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Eva Schlegel (1999–2005). Mitarbeit in der Fotogalerie Wien (2004–2010), seit 2010 Leitung der Schule Friedl Kubelka für künstlerische Photographie, Wien. Lokale und internationale Ausstellungen: u.a. Einzelausstellungen im Museum der Moderne Salzburg (2013) und House of Art, Budweis (2015). Darüber hinaus war Manfredi Artist-in-Residence in New York City, Rom, London und an der Cité internationale des Arts in Paris.




ANNA JERMOLAEWA
Beide Weiß
10. 11.–13. 11. 2016

„Fotografie, Video und Installation dienen mir als Werkzeuge zur Analyse von gesellschaftlichen Funktionszusammenhängen und sozialen Bezugssystemen, die mit den täglichen Lebensverhältnissen zu tun haben. Die Natur des Menschen und die Grundbedingungen menschlicher Existenz stehen oft im Zentrum meiner Arbeiten. Eine Auswahl werde ich am Einführungsabend zeigen sowie in den darauffolgenden Tagen einige künstlerische Positionen unter diesem Schwerpunkt präsentieren und besprechen.“

ANNA JERMOLAEWA, geboren 1970 in St. Petersburg (RU), lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien (Abschluss 1998) und Malerei, Grafik und Neue Medien an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (Abschluss 2002). Von 2005 bis 2011 war sie Professorin für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (DE). Einzelausstellungen: 2013 Kerstin Engholm Galerie. The Way Up, Victoria Gallery, Samara (RU). 2012 Kunsthalle Krems (AT). Das vierzigste Jahr, Kunstverein Salzburg. 2011 Handschuhe aus Gummi, Putzkittel und Wischmopp, Arbeiterkammer, Vienna. kunstraum lakeside, Klagenfurt (AT). Kinoglaz, XL Gallery, Moskau. Step Aside, Institute of Contemporary Art, Sofia.




STEPHANIE KIWITT
Konsumräume
8. 12.–11. 12. 2016

„Zum Beispiel Wien, Innenstadtbereich, Einkaufsstraßen, Einkaufszentren. Welche ökonomischen, politischen und sozialen Interessen definieren diesen Raum? Welcher Alltag wird hier gelebt und empfunden? Wie nehme ich diesen speziellen Stadtraum war? Wie verhalte ich mich dort, wie bewege ich mich und wie beeinflusst das meine Wahrnehmung? Diese Fragen könnten ein Einstieg sein, zu diesem Thema zu arbeiten. Ich werde meine eigene Arbeit vorstellen, wir werden Spaziergänge machen, beobachten, notieren, fotografieren.“

STEPHANIE KIWITT, 1972 geboren in Bonn, lebt und arbeitet in Brüssel. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist die fotografische Beobachtung von Orten, die stellvertretend für eine stetige Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes und alltäglicher Lebensbereiche stehen. Sie arbeitet in Serien und Bildensembles, die im Buch oder Ausstellungsraum eine jeweils spezifische Form finden. Einzelausstellungen 2016: Projektplus, Bahnhof Praha Holešovice; Rencontres d'Arles, Discovery Award 2016; Camera Austria, Graz. Gruppenausstellungen 2015: The Visual Paradigm, Camera Austria, Graz; Un-Scene III, Wiels, Brüssel; What Was Documentary Is Now Something Else, Fotograf Festival Prague; Fétichismarchandise, Centre de la Photographie Genève.
stephaniekiwitt.com




FRANZ ZAR
o.T.
19. 1.–22. 1. 2017

„In meiner Arbeit hat mich immer die Frage beschäftigt, wie die eigene Bildproduktion zu legitimieren ist. Wie kann ich meine Kunst begründen? Durch die Schwierigkeit ihrer Herstellung? Durch eine behauptete Virtuosität? Durch eine bestimmte kunsthistorische Tradition, in die ich mich einreihen möchte? Durch den neuesten Geschmack? Wir werden gemeinsam Antworten suchen und finden, und feststellen, dass die Zerstörung eines Bildes genau so lustvoll sein kann wie seine Herstellung.“

FRANZ ZAR wurde 1980 in Wien geboren.
2006 Diplom an der Universität für angewandte Kunst Wien (Bernhard Leitner/Ernst Strouhal), 2011 Diplom an der Akademie der bildenden Künste Wien (Heimo Zobernig). Lebt und arbeitet in Wien.
franzzar.net






JÖRG SASSE
Augen auf.
23.3. – 26.3. 2017

„Innen und außen, im direkten Umfeld, das so vertraut ist, dass es nicht mehr gesehen wird, sofern sich darin nichts ändert. Zusammenhänge sehen, ohne Wertung und noch bevor das Denken Schubladen aufmacht. Visuelles sammeln, zusammentragen, zum Beispiel Fotografien. Danach: sichten, Gemeinsamkeiten und Differenzen sehen lernen. Zufälligkeiten begrüßen und staunen über aufziehende Klarheit.“

JÖRG SASSE studierte bei Bernd Becher und ist eine der Schlüsselfiguren der bekannten Düsseldorfer Fotoschule. Von 2003 bis 2008 war er Professor für Dokumentarfotografie an der Folkwang Universität. Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Ausstellungen gewürdigt. Seit den 1990er Jahren verfolgt der Künstler systematisch Fragen nach der Bildwerdung und danach, wie das fotografische Bild unsere eigene Wahrnehmung der Welt spiegelt.
c42.de




GÖRAN GNAUDSCHUN
HELLFELD – über das, was wir sehen
27. 4.–30. 4. 2017

„Portraits zeigen Menschen und Menschen sehen dann Menschen an. So einfach ist es aber nicht. Menschen sehen Bilder von Menschen an, Menschen sehen ein geformtes, gefiltertes Subjekt, sie sehen eine Vorstellung, die der Fotograf entwickelt hat. Eine Imagination, die bis auf die äußere Ähnlichkeit vielleicht nur ganz wenig mit dem Abgebildeten zu tun hat und vielmehr auf den Betrachter verweist, der sein Wissen, seine Vergangenheit, seine Wünsche mit in das Bild legt. Ein gutes Portrait löst sich von der Person und findet dadurch, dass es allgemeiner wird, zum Betrachter. Fotografie ist das klar Sichtbare, eine Fotooberfläche, die eine Wirklichkeit andeutet, hinter der physikalisch nichts ist – in der sich aber die ganze Welt verbergen kann.“

GÖRAN GNAUDSCHUN (*1971 in Potsdam) studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Professor Timm Rautert. Erhielt zahlreiche Stipendien: Arbeitsstipendium des Kunstfonds (2013), HannoverShots-Stipendium der „Hannover Stiftung” (2004). Gnaudschun wurde 2012 mit dem „Lotto Brandenburg Kunstpreis“ ausgezeichnet. 2016/2017 ist er Stipendiat der „Deutschen Akademie Villa Massimo“ in Rom. Er erlangte in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit mit seinem Buch „Alexanderplatz“ (2014), ein auf Porträt, Stadtlandschaft und eigenen Texten basierendes Langzeitprojekt. Durch die ausgeprägten und unverwechselbaren Charaktere sowie Gnaudschuns Fähigkeit nah an seine Subjekte heranzutreten, lebt der zentrale Raum der Stadt neu auf. Seine künstlerischen Arbeiten im Allgemeinen pendeln zwischen sehr wirklichkeitsbezogenen, postdokumentarischen Bildern und Fotografien, in denen die Atmosphäre, die emotionale Wirkung, maßgebend ist.




MICHAELA MOSCOUW
ein unscharfer blick aus dem selbstgezimmertenleben,
11. 5.–14. 5. 2017

„( ) ist der beipacktext nicht genug um sich eine genaue kein plan aber es geht auch so man immer weiter macht einen blick über den tellerrand ist der vorausgesetzt man fangt endlich an ohne viel blabla bestimmt das bild wie groß das format eine außengrenze und kein wohlfühlklub wer nicht gut entwickelt seine bilder verliert man doch nicht alles aufheben was man sieht hier zeitungspapier zwischen hemd und haut gestopft angenehm riecht fotochemie sowieso nicht schon vorher wird man langsam allergisch das ist der moment für eigene ideen.“

MICHAELA MOSCOUW, 1961 geb. in Wien, von 1976 bis 1981 Ausbildung an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt. Mitbegründerin der Fotogalerie Wien, von 1983 bis 1993 Mitarbeiterin in der Galerie. Seit 1983 freie Fotografin. Seit 2007 Videofilme als Fortsetzung der seriellen Fotografie. Ausstellungen im In- und Ausland. Werke befinden sich in Sammlungen und im Privatbesitz.




NADIM VARDAG
Wiederholen und Ausblenden
23.5. + 26.5.-28.5. 2017

Im Rahmen des Vortrags werde ich meine künstlerische Arbeit überblicksweise vorstellen und innerhalb des Workshops näher auf einzelne Aspekte und Themenbereiche eingehen, die mich in Bezug auf Fotografie beschäftigen. Dazu gehört beispielsweise die frühe wissenschaftlich geprägte Fotografie des 19. Jahrhunderts sowie die Übergangsphase zwischen sequenzieller Fotografie und der Entwicklung des Films. In gemeinsamer Diskussion, Einzelgesprächen und einer eventuellen Exkursion soll dabei auch die Frage nach dem Funktionswandel, den das fotografische Bild hinsichtlich seiner Aufgaben und Möglichkeiten erlebt, untersucht werden.

NADIM VARDAG wurde 1980 in Regensburg (DE) geboren und hat an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Heimo Zobernig und Harun Farocki studiert. In den letzten Jahren hat er an Artist-in-Residence Programmen in Paris, Los Angeles, Brüssel und New York City teilgenommen. Einzelausstellungen u. a. Projektraum Wiels, Kunstmuseum St. Gallen, Kunstverein Medienturm Graz, Georg Kargl Fine Arts und im Augarten Contemporary, Belvedere, Wien
www.nadimvardag.com



Gastvortragende:

SABINE BREITWIESER
SABINE BREITWIESER ist eine österreichische Kunstmanagerin und Museumsdirektorin. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften war sie 1988 Gründungsdirektorin der Generali Foundation, die sie bis 2007 auch leitete. Von 2003 und 2004 war sie Ko-Kuratorin der International Liverpool Biennial. 2003 bis 2008 Universitätsrätin der Akademie der bildenden Künste in Wien. Von 2010 bis 2013 war Sabine Breitwieser Chefkuratorin für Medien- und Performance-Kunst im Museum of Modern Art (MoMA) in New York. Seit Herbst 2013 ist sie Direktorin des Museums der Moderne (MdM) in Salzburg.




REBEKKA REUTER - Alfons Schilling. Artist and Visual Thinker
„In meinem Vortrag wird es um das Œuvre von Alfons Schilling gehen. Als Student der Universität für angewandte Kunst in Wien gehörte er Ende der Fünfziger Jahre mit Günter Brus zu den Wegbereitern des Wiener Aktionismus, übersiedelte bald nach New York und ging ästhetisch neue Wege. Seine Bilder, Filme und Sehmaschinen thematisieren auf erfinderische Weise die menschliche Wahrnehmung und ihre Hilfsmittel. In der Fotografie experimentierte er mit Stereoskopie und einer Linsenrastertechnik, die mehrere Aufnahmen in einem Bildraum vereint. Wir werden seine Biografie und sein Werk kennenlernen und es inhaltlich, historisch, aber auch technisch untersuchen.“

REBEKKA REUTER (*1979), studierte Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Kuratorische Mitarbeit u.a. in der Fotosammlung des Museum Folkwang Essen, im Fotomuseum München und bei Camera Austria, Graz. Aktuell Chefkuratorin von WestLicht. Schauplatz für Fotografie und OstLicht. Galerie für Fotografie, Wien.




JASPER SHARP – A Curator’s Work
„I will discuss my ongoing curatorial projects at the Kunsthistorisches Museum, and the recently-founded philanthropic initiative Phileas.“

JASPER SHARP (born 1975 in England) is an art historian and curator, and completed his undergraduate studies in Edinburgh and London. Between 1999 and 2005 he worked at the Peggy Guggenheim Collection, Venice, where he was responsible for the museum’s special exhibitions programme and permanent collection displays, and the production of large-scale contemporary art projects both at the museum and at the United States Pavilion at the Venice Biennale. He also conducted extensive research into the formation of Peggy Guggenheim’s collection and the history of her New York museum-gallery Art of This Century. He has lived in Vienna since 2006, working initially as a curator at Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, and then as an independent curator and writer. Since January 2011 he has held the position of Adjunct Curator for Modern and Contemporary Art at the Kunsthistorisches Museum, for which he has developed exhibition projects with artists including Ed Ruscha, Lucian Freud, Richard Wright, Susan Philipsz and Joseph Cornell.

He was Commissioner of the Austrian Pavilion at the 55th Venice Biennale in 2013, curator of the talks programme at Frieze Masters, London, and the founder of Phileas – A Fund for Contemporary Art, a new philanthropic venture in Austria that supports the production, presentation and acquisition of contemporary art for public institutions.




Prof. ZEYNEP SAYIN - Das Unbewusste der Bilder/ Das Unbewusste des Politischen

geb. 1961 in Istanbul, ‘vergleichende’ Kunsttheoretikerin, Literaturwissenschaftlerin, verschiedene Publikationen über Bilder des Unbewussten in der Kunst und Politik. Zuletzt suspendiert wegen Beleidigung des Staatspräsidenten der Türkei.




Künstler_innen präsentieren ihre Arbeiten:

ANNA ARTAKER
„In meinem Werk untersuche ich den Zusammenhang zwischen Bildern und Geschichtsschreibung. Dafür arbeite ich etwa mit Bildern, die Teil einer bestimmten Historiografie geworden sind oder verwende bildgebende Verfahren wie den Abdruck, der eine Konstellation des Gewesenen – der vergangenen Berührung, die den Abdruck hinterlassen hat – mit der Gegenwart – dem Gegenstand des Abdrucks – erzeugt. Diese Gleichzeitigkeit von „Gewesenem mit dem Jetzt“ charakterisiert auch das „dialektische Bild“ im Zentrum von Walter Benjamins Philosophie der Geschichte, der ich mich mit den Mitteln der Kunst nähere.“

ANNA ARTAKER studierte Philosophie und Politikwissenschaften in Wien und Paris sowie Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist Elise-Richter-Research-Fellow an der Akademie in Wien, wo sie ihr Habilitationsprojekt MEDIEN DER GESCHICHTE vorbereitet. Artakers Werke werden international ausgestellt – zuletzt im New Museum in New York, im Austrian Cultural Forum in London oder im mumok in Wien – und wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Hilde Goldschmidt-Preis und dem Staatstipendium für künstlerische Fotografie. Darüber hinaus war Artaker Artist-in-Residence in Mexico City und an der Cité internationale des Arts in Paris und Lehrbeauftragte an der Merz Akademie in Stuttgart sowie an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen.
anna-artaker.net





ANNA-SOPHIE BERGER
„Als transdisziplinäre Künstlerin arbeitet Anna-Sophie Berger an Objekten, die sich sowohl mit individueller Wahrnehmung und intimer Verwendung befassen, als auch mit Fragen nach materieller Realität als Teil von sozio-ökonomischen Zirkulation und Konsum. Die Arbeiten befassen sich mit der Vielschichtigkeit des menschlichen Verlangens und reflektieren dadurch die Ambiguität zwischen sensuellem Verlangen und reflektierter Zurückhaltung.“

ANNA-SOPHIE BERGER studierte Modedesign und transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie ist Preisträgerin des Anfang 2016 erstmals verliehenen Kapsch Contemporary Art Prize des Mumok, des Swiss Textile Awards, des Fred Adlmüller-Stipendiums sowie des Startstipendiums des Bundeskanzleramts Österreich. Seit 2015 ist sie Universitätslektorin des Instituts für Kunst und Wissenstransfer der Universität für angewandte Kunst in Wien. Berger zeigte Einzelausstellungen unter anderem in der JTT Gallerie in New York; im 21er Raum/ 21er Haus in Wien; im Ausstellungsraum Ludlow38 des Goethe Instituts in New York; bei Whiteflag Projects, in Saint Louis und bei Prince of Wales in München. Kürzlich wurde sie vom Kunsthaus Bregenz eingeladen, eine Bilderserie für die Kub Billboards zu produzieren; im Oktober 2016 wird sie neue Arbeiten als Einzelausstellung im Mumok präsentieren.




OLIVIA COELN
"Meditative, langsame Spaziergänge durch die Stadt bilden den Ausgangspunkt meiner Beschäftigung mit dem urbanen Raum. Durch bewusstes Wegschauen, Ausblenden, bzw Umkehren gesellschaftlicher, geografischer und politischer Zeichen, möchte ich den Dingen ihre ursprüngliche Bedeutung entziehen. Basierend auf dieser Art geografischer Abstraktion, forsche ich nach sozialen Verhaltensweisen unterschiedlicher architektonischer Elemente und deren Beziehungen zueinander.
Sowohl im Moment des Gehens, Sammelns und Mitnehmens, als auch ihm Moment des Wiederholens, des Reproduzierens und des Ausstellens möchte ich mir den Ort, den Augenblick, die Geste, das Material aneignen und als autonomen, eigenständigen Körper freistellen."

OLIVIA COELN, geboren 1991 in Wien, lebt und arbeitet in Wien; seit 2012 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien (Klasse für Kunst & Fotografie); von 2013 - 2014 Studium an der Schule für künstlerische Fotografie Friedl Kubelka; Sommersemster 2015 Auslandsaufenthalt an der Zokei Art University Tokio, Japan Ausstellungsbeteiligungen: REMAP Athen, In der Perspektive der Fotografie Ve.Sch, Galerie Raum mit Licht (Raum2), Parallelspuren Magyar Képz?m?vészeti Egyetem Budapest, Xhibit Wien, Artist Statement Parallel Vienna, Low Frequencies Malzgasse 12a
oliviacoeln.com




WERNER FEIERSINGER
„In meinen fotografischen Arbeiten beschäftige ich mich mit ausgewählten Gebäuden der Nachkriegsmoderne, insbesondere in Italien. Dabei steht der spezifische Blick aus meiner bildhauerischen Praxis im Vordergrund: es geht mir darum, die skulpturalen Qualitäten, die Plastizität und Oberflächen dieser Bauten herauszuarbeiten und sie neu zu kontextualisieren. Der Fokus ist auf die Details, die Zwischenräume und das Material gerichtet. Die Volumen und Körper, die physische und psychische Erfahrung der Räume und das Atmosphärische werden ins Bild übersetzt.“

Werner Feiersinger, *1966 in Brixlegg, Bildhauer und Fotograf, lebt in Wien.
1984–89 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und 1991–93 an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht; 1999 Gastdozent an der École nationale supérieure des beaux-arts de Lyon; 2002–06 Universitätslektor an der TU Wien; 2006–08 Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst, Wien, zahlreiche Ausstellungen lokal und international.




BERNHARD FUCHS
„Die Arbeitsweise des Seriellen mit der Konzentration auf ein Thema über einen längeren Zeitraum ist eine Vorgangsweise von Bernhard Fuchs, die er schon seit über zwanzig Jahren verfolgt. Ein wesentlicher Ausgangspunkt seiner bisher fünf veröffentlichten Monografien ist auch seine Herkunftsgegend in Oberösterreich, die die Erzählweise seiner Arbeiten bestimmt. Er wird in dem Vortrag eine chronologische Abfolge seiner Serien bis zum heutigen Standpunkt zeigen.“

BERNHARD FUCHS, geboren 1971 in Haslach a.d. Mühl (Oberösterreich), Ausbildung in Düsseldorf bei Prof. Bernd Becher und in Leipzig bei Prof. Timm Rautert, arbeitet und lebt in Düsseldorf; zahlreiche Einzelausstellungen. Bisherige Publikationen: Portraits (Fotohof Edition, Salzburg, 2003), Autos (Koenig Books, London, 2006), Straßen und Wege (Koenig Books, London, 2009), Höfe (Koenig Books, London, 2011), Waldungen (Koenig Books, London, 2014)




NILBAR GÜRES
Nilbar Güres, who lives and works in Vienna/Istanbul, builds her image production on a performative approach and cultural observation. Her works are molded around gender, composition of conceptual space and narrative presentation, transformed into forms such as photography, collage, drawing and video.




FRIEDL KUBELKA
„In diesem Jahr werde ich anhand einiger Originalarbeiten über meine Entwicklung als Photographin und als Filmemacherin sprechen.“

FRIEDL KUBELKA, geboren 1946 in London, Kindheit in Wien und Berlin. Lebt und arbeitet in Wien. 1965–1969 Grafische Lehr- und Versuchsanstalt, Fotografie.1971 Meisterprüfung und kommerzielles Fotoatelier. 2005 Österreichischer Staatspreis für Fotografie. 1990 Gründung und Leitung der Schule für Künstlerische Photographie, Wien (bis 2010). 2006 Gründung und Leitung der Schule für Unabhängigen Film, Wien. Erste Filme 1968, Filmaufführungen u. a. Generali Foundation, Wien, Anthology Filmarchives, N.Y., documenta 12, Österreichisches Filmmuseum, Toronto Filmfestival (2009, 2010), Hong-Kong-Filmfestival (2010, 2011), Diagonale (2009, 2010, 2011), Berlin Biennale 2010, Retrospektive MEDIA-CITY, Kanada 2010. Einzelausstellungen u. a. Lentos Kunstmuseum Linz.




MICHAEL PART
„Michael Parts Arbeit setzt bei den chemischen und physikalischen Bedingungen fotografischer Prozesse an. Losgelöst vom der Fotografie selbst, werden Apparaturen, Materialitäten und Prozesse des Fotografischen angewandt, um deren Funktionalität neu zu besetzen. In seinem Vortrag wird Michael Part auf seine künstlerische Praxis zu sprechen kommen und diese anhand einer Auswahl von Arbeiten erläutern.“

MICHAEL PART, geboren 1979 in Wien, lebt und arbeitet in Wien; Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien und Städelschule Frankfurt am Main; Ausstellungen u. a. Galerie Andreas Huber Wien, 21er Haus, Belvedere Wien, Westfälischer Kunstverein Münster, Kunstverein Hamburg, Josh Lilley Gallery London, ibid projects London, Upstream Gallery Amsterdam, Fotohof Salzburg, Autocenter Berlin, Kunsthaus Bregenz Billboards, sotoso Brüssel




GÜNTHER SELICHAR - Fotografie + Öffentlichkeit
„Fotografische Bilder sind omnipräsent im öffentlichen medialen Raum. Im Kern geht die Fragestellung nach diesem Verhältnis über das eigentlich Fotografische weit hinaus, da Bilder zu machen, gleich welcher Art, Grundsätzliches aufwirft: Warum machen wir welche Bilder und unter welchen Bedingungen können, dürfen und wollen wir diese anderen zur Verfügung stellen? Seit Erfindung des fotografischen Mediums und der damit aufkommenden wirklichen Massenmedien auf apparativer Basis ermöglichte dies, über den engen Kreis der SpezialistInnen hinaus, vielen Menschen den Einstieg in die Welt der Bilderzeugung. Mittlerweile hat sich das Medium in das alles überziehende, globale Internet eingebettet und sich damit auf neue Weise etabliert. Durch die Integration der fotografischen Maschine in die letzte Entwicklungsstufe der omnipräsenten und vernetzten Smartphones wurde in Zusammenhang mit dem Internet ein gigantischer Distributionsraum erzeugt. Niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte wurden so viele (fotografische) Bilder produziert und anderen Menschen freiwillig oder unfreiwillig zugänglich gemacht. Richard Sennett sprach bereits in den 70er Jahren, also lange vor dieser Entwicklung, von einer ‚Tyrannei der Intimität‘. Doch trotz allem und vielleicht genau darum hat sich der Diskurs über die Vereinbarungen und Absprachen, was die potentielle Publikationsfähigkeit von (fotografischen) Bildern betrifft, ausdifferenziert und verschoben, aber längst nicht erübrigt. Aber wir müssen auch begreifen, dass der mediale öffentliche Raum ein öffentlicher Raum auf Umwegen ist, dabei aber die Illusion erzeugt, dass unmittelbares Gegenübersein dem digitalen ‚like‘ unterlegen ist. Vor diesem Denkhintergrund möchte ich einige prinzipielle Gedanken vortragen und in ausgewählten Beispielen meine Arbeit vorstellen.“

GÜNTHER SELICHAR, geb. 1960 in Linz. Lebt in Wien. Professor für Medienkunst, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig 2007–2013. Gastprofessur Kunstuniversität Linz 2015–17. Würdigungspreis für Künstlerische Fotografie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst. Förderungspreis für Bildende Kunst der Stadt Wien. Oberösterreichischer Landeskulturpreis für künstlerische Fotografie. Kunstwürdigungspreis für Bildende Kunst der Stadt Linz. Zahlreiche Ausstellungen.
selichar.net




Projektbetreuung künstlerische Photographie, technische Betreuung /
Praktisches Arbeiten mit Methoden der Photographie:

RAFFAELA BIELESCH
„Die praktisch angelegten Einheiten sind eine Basiseinführung in die Benützung der Dunkelkammer mit dem Ziel selbstständig analoge S/W-Projekte verwirklichen zu können. Wir beschäftigen uns grundlegend mit den Eigenschaften, Wechselwirkungen und Abhängigkeiten analoger Materialitäten und Prozesse. Gemeinsam werden wir Chemie ansetzen, einen Film entwickeln und schließlich einen Papierabzug herstellen.“

RAFFAELA BIELESCH, 1984 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Niederösterreich. Ihre künstlerische Praxis spannt sich zwischen den Koordinaten Körper, Referenz und Produktion auf. Sie versteht ihre Arbeit als medienübergreifend mit Fokus auf Fotografie und Performance. Derzeit studiert sie an der Akademie der bildenden Künste Wien performative Kunst bei Carola Dertnig. Davor Studien der Slawistik und Kunstgeschichte in Wien, Moskau, Basel; Schule Friedl Kubelka für künstlerische Photographie unter der Leitung von Anja Manfredi.




MARTIN BILINOVAC – Einführung in Kamerasysteme und Color Management
„Der Kurs beginnt mit einer allgemeinen Einführung in die Aufnahmetechnik der Fotografie. Anschließend werden die digitalen Bildbearbeitungsmöglichkeiten in Hinblick auf die Datenaufbereitung für Print, Druck und Webdarstellung vorgestellt.“ Dabei werden wir uns mit dem Themenfeld Color Management und farbkritischen Arbeiten beschäftigen.

MARTIN BILINOVAC, 1981 in Graz geboren, lebt und arbeitet in Wien und Linz, Ausbildung bei Prof. Gabriele Rothemann in Wien und Prof. Daniele Buetti in Münster. Seit 2010 Lehrbeauftragter für Fotografie an der Kunstuniversität Linz, Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften.Zahlreiche Ausstellungen.




ROBERT GRUBER - Analoge SW-Photographie (Praxis, Theorie und Bedarf)
„Kursinhalt ist die Vermittlung von praktischen Kenntnissen und Wissen, welches zur Realisierung von photographischen Arbeiten im Labor befähigt – basierend auf sw-Prozessen für Negativ und Papier. Je nach Bedarf und Möglichkeiten werden einige Wissensbereiche theoretisch und praktisch dargestellt und erarbeitet, z.B.: Möglichkeiten der Printherstellung, Diversität der Materialien, chemo-technische Photographie, Entwicklungs-Prozesse, Tonungsverfahren, …“

ROBERT GRUBER, born 1979 in Rottenmann, Austria. Studies: University of Applied Arts Vienna, M.A. Scenography; National College for Art and Design Oslo, Visual Communication; Berlin University of the Arts, Music Theory; University of Applied Arts Vienna, Center for Art and Knowledge Transfer. Lives and works in Vienna.
robertgruber.net




ROSA JOHN
„Wir verwandeln den Schulraum zur Camera Obscura und beschäftigen uns davon ausgehend mit der Geschichte, Technik und Ästhetik der Kamera, den individuellen Handlungsweisen mit unseren eigenen Kameras und reflektieren somit die Methoden und Kontexte der Bildaneignung.“

ROSA JOHN, geb. 1982 in Wien, ist Künstlerin und Kulturwissenschaftlerin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Dispositive von Fotografie und Film sowie die Auseinandersetzung mit Archiven, Archäologie und Wahrnehmung. Diplom der Theater-, Film- und Medienwissenschaft (2010). Studium an der Schule für künstlerische Photographie und der Schule für unabhängigen Film bei Friedl Kubelka (2007–08, 2009–11). Studienaufenthalte in Athen, Berlin, New York und Westschweiz. Ausstellungen/Festivals/Publikationen, u.a.: L'Age d'Or, TIE, Viennale, Wiener Festwochen, Ve.sch, nadaLokal; Cinematographic Objects/August Verlag. Aktuell Doktorat zu Objekt der Kamera, Paillard Bolex und künstlerischen Praktiken der Sichtbarmachung. DOC-team Stipendium der ÖAW (2013–17).




KÄTHE HAGER VON STROBELE
„Im Seminar ‚Muster und Photographie. Zum Prinzip der Serialität im Stillleben‘ werden wir anhand von Feldrecherchen und Lektüren photographische ‚Stile‘ bzw. Inszenierungsformen in der Photographie untersuchen. Im ‚stillen Leben‘ suggeriert die Photographie, dass die Sprache der Objekte tatsächlich eine objektive ist. Photographierte Gegenstände nehmen im Sehen andere, ‚skulpturale‘ Eigenschaften an, sie lassen sich seriell zu einen ‚anderen‘ Gegenstand transfomieren. Über das faktische Erkennen hinaus wird im photographischen Stillleben somit ein ‚sehendes Sehen‘ gefordert, das durch die wiederholende photographische Rekonfiguration immer neue Bedeutungsebenen am Objekt freilegt.“

KÄTHE HAGER VON STROBELE, geboren 1981 in Bozen (Südtirol). Senior Lecturer an der Kunstuniversität Linz, Abteilung textil·kunst·design und PhD-Kandidatin an der Kunstuniversität Linz .?Studium der Philosophie (Universität Wien), der Bildenden Kunst/Photographie (Akademie der Bildenden Künste Wien). Postgraduale Ausbildung, Masterlehrgang „Educating, Curating, Managing“ an der Universität für Angewandte Kunst.?Ausstellungen (Auswahl): Spuren- tracks, Eyes On – Monat der Fotografie, in Kooperation mit Eva Würdinge (Wien)/ Binatna. about traces, Le Cube- Independent Art Room (Rabat), Galerie127 (Marrakech), Galerie Kacimi (Fes), Palais Porcia (Wien)/ Das Schloß – The Castle, Galerie Raum mit Licht, Ausstellung in Kooperation mit Ernst Koslitsch, Wien/Auf Putz – catwalks on surfaces, Le Cube – Contemporary Art Room, Rabat, Marokko/DISPLAY – Käthe Hager von Strobele, Maria Hahnenkamp, Ulrike Lienbacher, Margret Wibmer, Fotogalerie Wien, WUK/Left Over, Galerie Foto-Forum, Bozen




ANJA MANFREDI
„Wir werden uns regelmäßig zu Mappenschauen treffen, um mithilfe reger Kommunikation Austausch aufzubauen. Eine ‚Mappenschau‘: Nachdenken und Beurteilen fremder Arbeiten vor einer kleinen Öffentlichkeit stellt für jede(n) Einzelne(n) eine große Herausforderung dar. Lob und Kritik zu üben ist eines der besten Mittel, die eigene Gedankenwelt anzuwenden und zu überprüfen. Und jede(r) steht mit ihren, seinen Arbeiten im Mittelpunkt des Interesses. (Zitat: Friedl Kubelka)
Darüber hinaus ist es möglich, mit mir Einzelgespräche zu führen. Weiters angedacht: Besuche von KünstlerInnenateliers und Ausstellungen in verschiedenen Kunsträumen. Zur Einsicht in künstlerische Prozesse, Produktionsbedingungen und zur Reflexion über die Rolle/Figur des Rezipienten. Am Ende des Schuljahres könnte eine Ausstellung gemeinsam realisiert werden.“








ZEITEINTEILUNG:
- Workshops: Do. 19–21 Uhr, Fr., Sa., So. jeweils sechs Stunden
- Mittwochsunterricht: Vortragsabende, Mappenschauen - 3x monatlich Mi.19–21 Uhr
- Ateliertage: montags nach Vereinbarung, Nutzung der Dunkelkammer
- Exkursionsreihe: „Orte der Photographie“ – 1x monatlich
- Einzelgespräche / Projektbetreuung: nach Vereinbarung







Good Times, Bad Times, 2007
ANNA JERMOLAEWA: Good Times, Bad Times, 2007

Selfportrait with Dictator
ANNA JERMOLAEWA: Selfportrait with Dictator

Lola und Loli, 2000/2009
ANNA JERMOLAEWA: Lola und Loli, 2000/2009

Capital Decor, 2015
STEPHANIE KIWITT: Capital Decor, 2015

Four Oranges, 2015
STEPHANIE KIWITT: Four Oranges, 2015


JÖRG SASSE 


JÖRG SASSE 


FRANZ ZAR 


FRANZ ZAR 


GÖRAN GNAUDSCHUN 


GÖRAN GNAUDSCHUN 


GÖRAN GNAUDSCHUN 

Eine Geste wird belichtet, 2013
ANJA MANFREDI: Eine Geste wird belichtet, 2013

Für Verwöhnte
MICHAELA MOSCOUW: Für Verwöhnte

Toast
MICHAELA MOSCOUW: Toast

aus dem selbstgezimmerten leben
MICHAELA MOSCOUW: aus dem selbstgezimmerten leben


MICHAEL PART 


MICHAEL PART 

PENDANTS, 2012–2014
ANNA ARTAKER: PENDANTS, 2012–2014

PENDANTS, 2012–2014
ANNA ARTAKER: PENDANTS, 2012–2014

Exposure c, 2002/03
GÜNTHER SELICHAR: Exposure c, 2002/03


GÜNTHER + LOREDANA SELICHAR 

Headstanding Totem, 2014
NILBAR GÜRES: Headstanding Totem, 2014


ANNA-SOPHIE BERGER 

Install, KUB Billboards, 2016
ANNA-SOPHIE BERGER: Install, KUB Billboards, 2016


OLIVIA COELN 


OLIVIA COELN 


OLIVIA COELN 

Blauer Passat, Herzogsdorf, 2004
BERNHARD FUCHS: Blauer Passat, Herzogsdorf, 2004

Haslach, Sommer 2012
BERNHARD FUCHS: Haslach, Sommer 2012

aus Jahresportraits 1972 bis heute
FRIEDL KUBELKA: aus Jahresportraits 1972 bis heute


WERNER FEIERSINGER 


WERNER FEIERSINGER 


ROBERT GRUBER 


ROSA JOHN 


MARTIN BILINOVAC 

It is all there, 2015
RAFFAELA BIELESCH: It is all there, 2015