SCHULE FRIEDL KUBELKA Filmschule

Der Unterricht wird aus sechs verschiedenen Elementen bestehen:


WORKSHOPS

ALL ENDS VANISHING - BRUCE McCLURE, 20.10.-23.10.2011

"The motion picture camera and movie projector are positioned symmetrically about the film plane and mirrored as analogues in the dialectic between inside and out. Suppressed and neglected by filmmakers the metabolic dynamo consisting of an audience and the projective apparatus is essential to cinema and is a metaphor for the conversion of matter into energy and consciousness between living things. My cinematic paradigm radicalizes the film plane as a translucent boundary that cannot be crossed. I propose a series of seminars that exclude the flattened camera realm celebrating a spherical world gathered by humans accompanied by the music of the projector. In 1927 a fundamental measure of things by discrete picture frames was challenged by a continuous line read by the projector's optical sound system. Sound projection, disassociated on film's surface, is synchronized with pictures by the projector and broadcast into phenomenal space. Bridging from the film plane to the sensorial projection provokes the obstruction of lines and points as they vanish in the convolutions of the brain's landscape beyond the camera's horizon." (Unterricht in englischer Sprache)


GEGEN DIE REGELN - FRIEDL KUBELKA, 10.11.-13.11.2011

"Fast alle Filme die wir sehen, unterliegen Regeln, die aus 150 jährigen Erfahrungswerten gewonnen wurden. Deshalb sind sie nicht das, was unseren persönlichen, hochfliegendsten Augen - Blicken entspricht. In diesem Workshop sollen bewusst alle Filmgewohnheiten, die auf das Verständnis des breiten Publikums abzielen und über die wir uns nicht mehr befragen, durchbrochen werden. Franz Hubmann (1997): 'Wo nach der Schulweisheit das Photographieren (Filmen) aufhört, dort fängt es an!' Erfüllen Sie sich Ihre visuellen Wünsche und entwickeln Sie Ihre Filme selbst!"


BILD/BEWEGUNG/WAHRNEHMUNG - JOHANN LURF, 1.12.-4.12.2011

"Untersucht werden verschiedene Kamerabewegungen, Bild-Schnitt-Muster sowie filmische Besonderheiten, wie beispielsweise Pulfrich, und deren Wirkung in der Projektion durch wiederholtes Betrachten. Eigene Überlegungen und Diskussionen, Testaufbauten und Proben ergänzen das Programm, das zu eigenen Filmen führen soll. Ziel ist Erlebniskino im physischen Sinn, im Idealfall verknüpft mit einem Beobachtungskino, das bis auf die Kamera- und Schnittarbeit möglichst ohne Inszenierung auskommt."


HANDGEMACHTE FILME - PETER TSCHERKASSKY, 12.1.-15.1.2012

"Im Workshop werden Grundlagen der Arbeit mit gefundenem Filmmaterial vermittelt. Neben Fragen der Materialorganisation sollen insbesondere Techniken der Verarbeitung von Fremdmaterial in der Dunkelkammer gemeinsam entwickelt und erprobt werden."


KINO BIS ANS LIMIT – SIEGFRIED A. FRUHAUF, 16.2.-19.2.2012

"Meine Praxis im Umgang mit bewegten Bildern ist weitgehend undogmatisch, aber durchdrungen von der Leidenschaft zur haptischen Qualität des Filmmaterials, einer wortwörtlichen Begreifbarkeit der Bilder. Abseits einer konventionalisierten Lesbarkeit von Bildern bin ich überzeugt vom unerschöpflichen Potential des Films als Mittel des persönlichen Ausdrucks. Darin wurzelt mein Streben nach jener filmischen Essenz, in der man sich gewissermaßen selbst sehen kann. Filme müssen mir nichts erklären, sondern etwas eröffnen, das mich über das Filmische hinaus denken macht."


SKIZZENBUCH - UTE AURAND, 15.3.-18.3.2011

"Als Thema für unser Filmseminar schlage ich 'Skizzenbuch' vor. Es erlaubt eine offene fragmentarische Form und improvisiertes Arbeiten. Ein Skizzenbuch bedeutet eine Sammlung meist unterschiedlicher Motive, oft Studien zu einem Thema, Gegenstand oder einer Person. Viele Skizzen sind Versuche, unfertig, angedeutet, manchmal nur ein paar Linien. Für ein "filmisches Skizzenbuch" kann spontan aus der Beobachtung und Anschauung mit der Inspiration des ersten Eindrucks gearbeitet werden. Welche Form kann ein filmisches Skizzenbuch als fertiger Film haben? Ich möchte zum In-der-Kamera-Schneiden ermutigen, was nicht ausschliesst, dass im Nachhinein am Schneidetisch montiert werden kann. Die Filme sind ohne Ton gedacht. - Gerne würde ich Filme von Ihnen sehen. Am ersten Abend zeige ich Filme von mir und wir besprechen den Ablauf des Seminars."


HOW TO MAKE A GOOD MOVIE THAT WILL LAST A LONG TIME WITH A BUDGET NEXT TO NOTHING - Jackie Raynal, 26.4.-29.4.2011

"The workshop will consist of framing, lighting and shooting still photos and then 16mm films. First, simple shots will be studied: a cat, water running in a gutter, a fist, etc. Then for the three-minute 16mm film, each student will invent a script with a sound track in mind. Jackie Raynal will suggest sound tracks and will work with the students on shooting, cutting, and synching their films to the sound." (Unterricht in englischer Sprache)


Die Workshops sollen als Impulse dienen und den StudentInnen ermöglichen, die verschiedensten Arbeitsweisen aus der Nähe kennenzulernen. Diese Erfahrungen für sich selbst nutzen zu können, erfordert Selbständigkeit. WILFRIED RESCHKE (Synchro) und vor allem die FILMKOOP WIEN werden die StudentInnen weiterführend bei Laborarbeiten unterstützen.




VORTRÄGE

SHOCK CORRIDOR II – STEFAN GRISSEMANN

"Anmerkungen zu Arbeiten von Stan Brakhage, Ernie Gehr, Michael Snow, Paul Sharits und anderen Fixstartern in Peter Kubelkas Serie "Was ist Film?". Der radikale Modernismus des New American Cinema zielte auf die sinnliche Destabilisierung des Betrachters - mit stroboskopischen Bildern, Zoom-Gewittern und entfesselten Kamerabewegungen. Dabei hat sich das Kino substanziell verändert. Eine Vortragsreihe."


- Die Unterrichtenden werden ihre Filme an je einem Abend präsentieren. Teilweise finden die Filmvorträge im Österreichischen Filmmuseum statt.
- Die Vorträge der KLASSE FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, die sich in denselben Räumlichkeiten befindet, können kostenlos besucht werden.




ZYKLISCHES PROGRAMM

Der Besuch des Österreichischen Filmmuseums, besonders des „Zyklischen Programms“ (jeden Dienstag), ist wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Die Kenntnis der Geschichte des Films, die geistige Befruchtung und Bereicherung anbietet, ist unumgänglich für autonomes Beurteilen der eigenen Filme.




PROJEKTBETREUUNG

In der Projektbetreuung, jeden zweiten Montag, werden MICHAEL PALM und FRIEDL KUBELKA unterrichten. Dabei wird es vor allem um die Beantwortung von künstlerischen Fragen, Motivationen, Analysen von (eigenen) Filmen und um Hilfestellung bei technischen Fragen, die für die Verwirklichung der eigenen Filme notwendig sind, gehen. FRIEDL KUBELKA bietet Einzelgespräche an.




TECHNISCHE BETREUUNG

GERHARD HINTERHÖLZL wird den Umgang mit S8 und 16mm Kameras und Projektoren erklären sowie beim Kauf von gebrauchten Geräten, bei Wartung, Reparatur und der Besorgung von Ersatzteilen beraten. WILFRIED RESCHKE ist, wie oben erwähnt, für labortechnische Fragen zuständig.




FILMKOOP WIEN

Ehemalige StudentInnen der Schule haben die FILMKOOP WIEN gegründet. (www.filmkoopwien.at, 1080; Wickenburggasse 15/3/1B), diese bietet das Equipment und den Ort für das Arbeiten mit Super8, 16mm und 35mm. Die Dunkelkammerarbeit ist fixer Bestandteil des Unterrichts. Der Mitgliedsbeitrag von 25,-€ / Monat, 200,- € / Schuljahr (Das Schulgeld ist um diesen Betrag vermindert.) ermöglicht Ihnen, Ihre Filme auch außerhalb der Workshops selbst zu entwickeln/schneiden/bearbeiten. Der Vorteil besteht auch darin, hier nach Beendigung der Schule weiterhin Räume und Geräte (Chemikalien) benützen zu können.




ZEITEINTEILUNG

- Workshops, Do. 19-21 Uhr, Fr., Sa., So. jeweils sechs Stunden
- Vorträge STEFAN GRISSEMANN, 1x monatlich
- Dienstags "Zyklisches Programm" im Österreichischen Filmmuseum
- Projektbetreuung, jeden zweiten Montag 19-21h
- Laborbenutzung, Räumlichkeiten der FILMKOOP WIEN stehen täglich (nach Vereinbarung) zur Verfügung